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Informationen zur Diagnostik

Vordiagnostik

Polygraphie:
Sie Schnarchen oder haben den Verdacht, dass während der Nacht Atemaussetzer auftreten? In diesem Fall kann durch eine ambulante Untersuchung, die sogenannte Polygraphie, festgestellt werden, ob bei Ihnen Atemstillstände während der Nacht oder andere Atemstörungen auftreten.
Für die Messung bekommen Sie in der Praxis ein kleines tragbares Aufnahmegerät. Ihnen wird genau erklärt, wie Sie das Gerät abends zu Hause vor dem Zubettgehen anlegen müssen. Sie können sich anschließend ganz normal in Ihr Bett legen und schlafen. Während der Nacht zeichnet das Gerät Atemfluß, Puls, Sauerstoffsättigung des Blutes sowie Lage- und Atembewegungen des Brustkorbs und die Zwerchfellaktivität auf.
Am nächsten Morgen bringen Sie das Gerät zurück in die Praxis, die Aufzeichnung wird ausgewertet und das Ergebnis mit Ihnen besprochen.
Wenn aufgrund des Ergebnisses der Verdacht auf Schlafapnoe oder andere Schlafstörungen (z.B. Restless-Legs-Syndrom, Narkolepsie, etc.) besteht, werden Sie zur genaueren Diagnostik ins Schlaflabor eingewiesen.

Vigilanzdiagnostik

Epworth-Schläfrigkeitsskala (ESS):

Die Epworth-Schläfrigkeitsskala ist ein kurzer Fragebogen, bestehend aus 8 kurzen Fragen. Es werden verschiedene alltägliche Situationen beschrieben, in denen Sie Ihre Einschlafwahrscheinlichkeit beurteilen sollen. Mit Hilfe dieses Fragebogens kann Ihre Tagesmüdigkeit eingeschätzt werden. Das ist wichtig bei der Diagnostik des Schlafapnoe-Syndroms und anderen Schlafstörungen. Zudem wird der Fragebogen auch zur Verlaufskontrolle und Erfolgsmessung bei der Therapie benutzt, z.B. nCPAP-Therapie.

Diagnostik im Schlaflabor

Polysomnographie:
Besteht aufgrund der Vordiagnostik der Verdacht auf Schlafapnoe oder einer Atemstörung werden Sie im ambulanten Schlaflabor genauer untersucht. Nach Vordiagnostik und Untersuchungen aus anderen Fachbereichen (HNO und Kardiologie) steht jetzt die Untersuchung des Schlafes im Mittelpunkt.

Für diese Untersuchung, die Polysomnographie (PSG), werden sie in der Regel zwei Nächte im Schlaflabor verbringen. Die PSG ist eine sehr umfangreiche Untersuchung und erfordert technische und menschliche Überwachung wie auf einer Intensivstation Bei der PSG werden folgende Messungen durchgeführt.

Es wird ein EEG abgeleitet, dafür werden Elektroden am Kopf befestigt und die Hirnströme werden gemessen. Um die Herzströme (EKG) zu messen, werden Elektroden am Brustkorb befestigt. Am Kinn werden Elektroden angebracht, um die Muskelaktivität zu messen (EMG). Durch die Elektroden im Bereich der Augen (EOG) werden die Augenbewegungen erfasst. Elektroden am Unterschenkel registrieren die Beinbewegungen. Ein Atemluftsensor vor Mund und Nase kontrolliert die Atmung, den sogenannten Flow (Atemfluss). Entweder über Staudruckmessung mit einer Nasensonde (dabei wird die Mundatmung allerdings nicht erfasst) oder über einen Thermistor der die Temperaturdifferenz zwischen Ein- und Ausatmung erfasst, egal ob durch Mund oder Nase geatmet wird. Mit jeweils einem Bauch- und einem Brustgurt werden die Atembewegungen aufgezeichnet. Die Sauerstoffsättigung im Blut wird durch einen Fingersensor gemessen. Ein Lagesensor gibt Aufschluss über die Körperlage.
Durch ein Mikrofon können Schnarchgeräusche aufgenommen werden. Eine Infrarotkamera dient der Verhaltensbeobachtung während des Schlafes.

Durch die Infrarotkamera ist eine Überwachung durch das Pflegepersonal im nahegelegenem Raum sichergestellt, ebenso können Sie durch die Sprechanlage (ein Mikrofon, das sich in Ihrem Zimmer befindet) oder mit der Patientenklingel, die sich neben Ihrem Bett befindet, jederzeit Kontakt mit dem Pflegepersonal aufnehmen. So sind auch Toilettengänge während der Nacht kein Problem.

All diese Messungen werden benötigt, um Schlafstadien, Schlafarchitektur und Atemaktivität zu bewerten und Ihren Gesundheitszustand zu beurteilen und gegebenenfalls therapeutische Schritte einzuleiten.

Die Aufnahme im Schlaflabor erfolgt abends zwischen 20:00 Uhr und 22:00 Uhr nach individueller Absprache. Sie bekommen ihr eigenes Zimmer zugewiesen und werden von qualifizierten Mitarbeiterinnen für die Nacht vorbereitet. Während Sie die Nacht im Schlaflabor verbringen, werden alle Daten synchron von einem Computer aufgezeichnet. Das Programm Alice 5 erstellt aus diesen Daten automatisch eine grobe Auswertung, die dem Arzt am nächsten Morgen sofort zur Verfügung steht. Somit ist es dem Arzt möglich, im Gespräch mit Ihnen eine erste Beurteilung der Messergebnisse der Nacht zu besprechen. Die Gespräche finden morgens zwischen 6:00 Uhr und 8:00 Uhr statt, so können Sie am Tage Ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen.