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nCPAP Atmungsunterstützung

Als nCPAP Atmungsunterstützung bezeichnet man Geräte die mit Hilfe einer kleinen Elektroturbine Raumluft mit leichtem Überdruck in die oberen Atemwege bringen und so den Rachenraum offen halten. Die Abkürzung nCPAP steht für nasal Continuous Positive Airway Pressure (kontinuierlicher Atemwegsüberdruck durch die Nase). Der Überdruck wird stufenweise soweit erhöht bis keine Apnoen mehr auftreten. Das ist wichtig da im Zusammenhang mit Apnoen auch Krankheiten wie Störungen der Herztätigkeit oder Verschlechterung der Schlafqualität auftreten können, bzw. begünstigt werden.
Die Therapie mit einem nCPAP-Gerät verschafft dem Patienten keine Heilung sondern wirkt nur bei Anwendung, sowie die Benutzung einer Brille. Bei Trockenheit der Schleimhäute kann die Atemluft erwärmt und angefeuchtet werden. Druckstellen im Gesicht durch die Maske können durch sorgfältige Anpassung der Maske im Schlaf- und Atemzentrum im Medizinischen Zentrum Minden oder durch individuell angefertigte Masken weitestgehend vermieden werden.
Der Vorteil dieser Therapie ist die sofortige und sichere Wirkung. Das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-, Kreislauferkrankungen wird reduziert. Fast jeder Patient spürt eine deutliche Besserung nach einigen Tagen: Die Tagesmüdigkeit wird reduziert und die Leistungsfähigkeit nimmt wieder zu.
Zudem wird auch das Schnarchen durch die Benutzung des Gerätes beseitigt. ABER: Das Schnarchen alleine (auch wenn es sehr laut und störend ist) ist kein Grund für die Verordnung eines solchen Gerätes!

 

Operationen

Die Operation an Zäpfchen und Gaumensegeln, die sogenannte Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastik (UPPP) ist die am häufigsten durchgeführte Operation. Der Erfolg bei Schnarchen ist oft nur vorübergehend und nicht sicher vorhersehbar. Apnoen können allerdings durch diese Operation nicht sicher verhindert werden, deshalb ist sie bei Patienten mit Schlafapnoe/Schlafapnoe-Syndrom nicht angeraten.
Eine vorherige Untersuchung im Schlaflabor ist unbedingt notwendig um ein Schlafapnoe-Syndrom auszuschließen und um Risiken und Nutzen der Operation abzuwägen.

 

Andere Mittel gegen Schnarchen

Auf dem Markt wird eine Vielzahl von verschiedenen Mitteln gegen Schnarchen angeboten: Vorrichtungen die den Schläfer bei Schnarchen mit Licht oder leichten Stromschlägen wecken, Anti-Schnarchtropfen zum Gurgeln, Sprays, Nasenklammern, Vorrichtungen die verhindern sollen das die Zunge in den Rachen rutscht, etc. Für keine dieser Methoden konnte auf wissenschaftlicher Basis eine Wirkung nachgewiesen werden. Meist kommt es eher zu unerwünschten Nebenwirkungen. Bleibt das Schlafapnoe Syndrom unbehandelt kann das zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen, wie zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere Herz-, Kreislaufkrankheiten.

Nase zu!
Ist die Nasenatmung behindert, kann z.B. durch Nasenspray, Behandlung einer bereits vorhandenen Hausstaubmilbenallergie oder Entfernung von übergroßen Mandeln oder Nasenpolypen Abhilfe geschaffen werden.

 

Protrusionsschiene (Schnarchschiene)

Die sogenannte Protrusionsschiene kann von spezialisierten Zahnärzten und Kieferorthopäden angefertigt werden. Sie wird nachts im Mund getragen und verschiebt dabei den Unterkiefer um wenige Millimeter nach vorne. Dadurch ergibt sich mehr Platz im Rachenraum. Die Protrusionsschiene kann so helfen, das Ausmaß von Schnarchen und obstruktiven Apnoen zu verringern. Allerdings kann es ebenfalls zu Unannehmlichkeiten führen wie z.B. vermehrter Speichelfluss oder Beschwerden in den Kiefergelenken.

In schweren Fällen von Schlafapnoe kann in der Regel kein Erfolg erzielt werden bei nicht obstruktiven Apnoen ebenfalls nicht. Aus diesem Grund ist es wichtig vorher unbedingt eine schlafmedizinische Untersuchung (PSG) durchführen zu lassen um sicher zu gehen, dass sonst keine organischen Ursachen für Schnarchen vorliegen. Die Kosten für die Protrusionsschiene werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen.

(www.dgzs.de)

 

Lagekontrolle mittels Rucksack

bei rückenlageassoziierter Schlafapnoe (www.schnarchladen.de)
Bei leichter rückenlageassoziierter Atemstörung und/oder Schnarchen kann auch ein sogenannter Schlafrucksack Erfolg erzielen. Ein Schlafrucksack wird vor dem Zubettgehen angelegt und wirkt wie eine Nackenrolle die auf die Wirbelsäule geschnallt wurde, was den Effekt hat, daß sich die schlafende Person nicht mehr auf den Rücken drehen kann und somit Schnarchen und/oder Atempausen die in Rückenlage auftreten würden verhindert werden.

 

Alternative Therapiemöglichkeiten

Bei Schlafapnoe und Schnarchen in leichten Fällen kann durch Gewichtsreduktion und/oder Nikotinkarenz und/oder leichter Hochlagerung des Oberkörpers schon eine Besserung erzielt werden. Muskelentspannende Substanzen, wie zum Beispiel Alkohol sollten am Abend vermieden werden, ebenso manche Schlaf oder Beruhigungsmittel.