left-grey.gif
verlauf-grau.gif
Leistungsspektrum
Diagnostik
Entstehung
Fragen & Antworten
Schlaflaborteam
Anmeldung
Impressionen
Entstehung des Schlaflabors

Schlafmedizin wird in Minden seit 1996 betrieben. Anfang 1990 wurde ich mit dem Aufbau eines Schlaflabors in der Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe beauftragt, damals mit zunächst 3 Betten.
Die in der Klinik gewonnenen Erfahrungen habe ich mit Praxisgründung in das hiesige Schlaflabor eingebracht.


1995 wurden zunächst in Bad Oeynhausen die ersten Patienten mit einem Polygraphiesystem auf CPAP eingestellt, ab Febr. 1996 standen 2 Polysomnographie-Systeme Alice 3 in den Praxisräumen der Obermarktpassage zur Verfügung und es wurden dort regelmäßig Nachtmessungen und Einstellungen auf nasale Ventilationssysteme durchgeführt.
Die Bedeutung schlafbezogener Atmungsstörungen wurde Ärzten wie Patienten zunehmend bewusst, der Bedarf an Diagnostik u. Therapie führte zur Erweiterung des Schlaflabors, seit 2006 auf zunächst 4 Betten (Alice 5).

Mit Umzug des Schlaflabors in die Räume des Medizinischen Zentrums am Klinikum Mitte 2008 erfolgte die Erweiterung auf 7 Betten.
Das Schlaflabor verfügt über eine moderne Ausstattung. Eingesetzt werden alle gängigen Therapieverfahren zur Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen.
In den ersten Jahren stand die Therapie des obstruktiven Schlafapnoesyndrom sehr im Vordergrund. Zunächst standen nur CPAP und einfache BIPAP-Systeme zur Verfügung. Das typische Risikoprofil besteht in einer Adipositas, einen Nikotinabusus, einer ateriellen Hypertonie und einem metabolischen-Syndrom. Das OSAS kann zur Entwicklung einer ateriellen Hypertonie führen, eine Vielzahl hormoneller Störungen können sich entwickeln. Bekannt ist insbesondere die Unterfunktion der Schilddrüse, welche typischerweise zu einer OSAS führen kann. Auch üppige abendliche Mahlzeiten und Stress verstärken die Symptomatik der Schlafapnoe.

Inzwischen finden auch immer mehr Patienten aus anderen Fachdisziplinen den Weg ins Schlaflabor. Auch die Kardiologen haben die hohe Prävalenz schlafbezogener Atmungsstörungen bei Ihren Patienten erkannt. So finden sich gehäuft schlafbezogene Atmungsstörungen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen (insbesondere Absoluta), sowie bei dilatativen Herzerkrankungen. Auch bei Diabetes mellitus sind schlafbezogene Atmungsstörungen häufiger anzutreffen. Hypertonie und Nikotinabusus gelten als Risikofaktoren auch für schlafbezogene Atmungsstörungen.
Aus diesen Gründen bekommen wir heute Patienten einer anderen Altersgruppe und mit einem anderen Muster von Apnoen zugewiesen: Oft zentrale oder gemischtförmige Apnoen, diese finden sich gehäuft mit zunehmendem Alter, machen oft wenig Symptomatik, gelten als schwierig therapierbar und stehen oft in engem Zusammenhang mit Herzerkrankungen.
Für diese Form der Apnoen stehen spezielle BIPAP-Systeme zur Verfügung, z. B. Auto-SV.

Auch bei der COPD finden sich gehäuft schlafbezogene Atmungsstörungen, besonders auffällig sind hierbei Hypoventilationen im REM. Diese erklären sich durch den Ausfall der Atemhilfsmuskulatur in dieser Schlafphase bei zugleich durch die COPD eingeschränkter Zwerchfellbeweglichkeit. Hier ist u. U. eine stärkere Unterstützung der Atmung nachts notwendig, Therapieverfahren wie BIPAP, S oder ST, oder T, wenn notwendig mit Volumenkontrolle kommen zum Einsatz.

Im hiesigen Schlafmedizinischen Zentrum werden sämtliche Beatmungsformen in hoher Frequenz durchgeführt.
Im Team arbeiten 5 Krankenschwestern, 2 MTA´s und 3 MFA´s mit. Es ist bei allen Einstellungen stets ein erfahrener Schlafmediziner verfügbar.